Liebster Award

Ich bedanke mich ganz herzlich bei noblets für die Nominierung zum Liebsten Award und für die schönen Fragen, die ich sehr gerne beantworte smilie_girl_148 Dann mal los ….

  1. Wie würdest Du Dein Leben beschreiben?

Aufgewachsen im Osten und jetzt seit Jahren mit meinem Mann im Süden von Deutschland lebend, ist unser Leben im Moment geprägt von dem Wunsch nach unserem Kind. Sehr viel Zeit geht dafür drauf, nach Informationen zu recherchieren, diese zu lesen und zu verstehen. Es müssen eine Menge Überlegungen gemacht und Entscheidungen getroffen werden u.a. sowas betreffend wie: Wann machen wir den nächsten Versuch?, Wie finanzieren wir den nächsten Versuch? Nehmen wir dieses oder jenes Verfahren? Versuchen wir das in Deutschland oder im Ausland? Was, wenn es gar nicht klappen will? Kommt dann doch EZP oder gar EMS in Frage? Wo sind unsere Grenzen? Wann hören wir auf? Wie geht es danach weiter? etc.. Das alles trägt nicht unbedingt zu einer höheren Lebensqualität bei. Andererseits habe ich in dem ganzen Prozess bereits sehr viel Neues und Spannendes über die menschliche Fortpflanzung, mich und meinen Körper gelernt, was ich auch nicht mehr missen möchte. Eigentlich denke ich da manchmal „Wieso weiß ich das nicht? Habe ich in der Schule nicht aufgepasst?“. Nun denn, scheint wohl so 😉 Wir achten aber auch sehr darauf, dass es nicht das einzige Thema ist und wir Phasen einbauen bei denen es ganz bewusst nicht um den KIWU geht. Das ist nur manchmal leichter gesagt als getan.

Der andere überwiegende Teil meines Lebens wird von meinem Job dominiert. Da es hier keine geregelten Arbeitszeiten gibt à la 09:00 bis 17:00, sondern man ständig und überall arbeiten kann (was ein Fluch und ein Segen zugleich ist) muss ich manchmal aufpassen damit ich mich nicht darin verliere. Insofern ist der KIWU auch zu einem „Hobby“ geworden, das vom Job ablenkt. Mein Mann, unsere Familie und unsere Freunde sind aber immer noch die beste Ablenkung von allem. Da wir leider nicht in der Nähe unserer Familie und unserer ganz engen Freunde wohnen, müssen wir unsere gemeinsame Zeit sehr genau im Jahr planen. Meistens sind Geburtstage, Hochzeiten, Feiertage oder mal ein gemeinsamer Urlaub der Anlass. Und es wird seeehhhr viel telefoniert!

Insgesamt würde ich mein Leben als sehr intensiv beschreiben, geprägt von Höhen und Tiefen, die wir bisher immer in den Griff bekommen haben und mit ebenso vielen schönen und sehr schönen Momenten. Wir sind nach dem Unfall meines Mannes gemeinsam dem Leben gegenüber etwas demütiger geworden, glaube ich. In unserem direkten Umfeld hier erleben wir teilweise, dass Kollegen und Freunde doch sehr stark dem unser Haus, unser Auto, unser Urlaub, unsere Kinder, etc. nacheifern. Was ja auch einigermaßen normal ist. Aber sie haben so exakt genaue Vorstellungen, für deren Erfüllung sie sich echt anstrengen müssen und machen den Eindruck, als würden sie glauben alles genau steuern zu können. Manchmal haben wir das Gefühl, dass es da etwas an Tiefe fehlt. Von solchen Bestrebungen lassen wir uns so gut es geht nicht anstecken. Das heißt unser Lebensglück hängt nicht an einem Haus, Auto und hoffentlich auch nicht daran, ob sich unser Wunsch nach einem Kind erfüllt oder nicht.

  1. Was  macht einen Tag zu einem guten Tag?

Das kann unterschiedlich sein. Schön ist es, wenn ich das was ich mir morgens an einem Tag vornehme auch wirklich schaffe. Ein Highlight ist es z.B., wenn ich mir vornehme -gerade jetzt im Sommer- morgens in der Früh Laufen zu gehen. Die Male, wo es mir gelungen ist kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen. Aber wenn es mir gelingt auch nur eine kleine, wenig ambitionierte Runde zu Laufen dann kann am Tag kaum noch was passieren was mich aus der Ruhe bringt. Ich bin dann quasi für den Rest des Tages „Glücksgedopt“ 😉 Ansonsten gehe ich wahnsinnig gern in den Bergen wandern. Wenn schönes Wetter ist, wir den Duft der Wiesen, die angenehmen Temperaturen und den Blick am Gipfel genießen können und den Tag bei einem guten Essen und mit leckeren Wein beschließen, dann ist es definitiv ein guter Tag gewesen. Oh man das klingt wie eine Beschreibung aus einem Reiseprospekt 60+ „Wandern für Senioren“ 😀 Aber egal, es macht uns Spaß und wir genießen es. So oft haben wir ja keine Gelegenheit dazu. Das einzige, was das noch toppen kann sind Tage in den Bergen mit Schnee, sonnigen und menschenleeren Pisten. Solche Tage sind der reine Waaaahnsinnnn!!!!! Sollten wir kinderlos bleiben, können wir es uns auch leisten an Zeiten zu fahren, wo andere nicht können. Das macht es bezahlbarer und die Skigebiete sind dann nicht so überfüllt. Ein guter Tag wird es auch einfach, wenn wir abends nach Hause kommen und gemeinsam auf der Couch kuscheln. In dieser Hinsicht gibt es kaum schlechte Tage 😉

  1. Fünf Punkte die eine gute Freundschaft für Dich ausmachen?

Vertrauen

ähnlicher Sinn für Humor

Verständnis

Gegenseitige Unterstützung

Toleranz

  1. Wer ist dir besonders wichtig und warum?

Mein Mann, meine Familie und meine engen Freunde. Weil sie mich verstehen, jeder auf seine Weise, weil sie alle in schwierigen und guten Zeiten da waren und weil ich mir ein Leben ohne sie einfach so ganz und gar nicht vorstellen kann.

  1. Welche Musik hörts Du, wenn es Dir richtig gut geht?

Elektronische Housemusik – Querbeet. Und mein absoluter zeitloser Lieblingssong „Ain’t no mountain high enough“ von Tammi Terrell und Marvin Gaye. Ansonsten auch gern Jimmy Somerville z.B. mit „You make me feel…“ oder Don’t leave me this way“. Ausgewähltes von Elly Golding, The Gossip und auch Sixto Rodriguez.

  1. Tanzt du manchmal, wenn Dich keiner sieht mit Haarbürste als Mikrofon und aufgedrehter Musik, durch Deine Wohnung?

Na und ob!!!! 😀

  1. Wann hast Du das letzte Mal einen Sonnenaufgang genossen?

Ist leider schon zu lange her, weil ich ein Langschläfer bin. Das ist im Übrigen eine Eigenschaft, die manchmal mit meiner Wanderlust kollidiert. Vielleicht letztes Jahr irgendwann?

  1. Was magst Du an Dir?

Ich bin wirklich nett 🙂 , hilfsbereit und rücksichtsvoll. Im wahren Leben auch sehr empathisch. Außerdem verständnisvoll. Ich kann sehr gut zuhören.

  1. Was magst Du nicht an Dir?

Ich bin unzuverlässig. Manchmal, wenn ich sehr versunken bin in irgendwelches Zeug melde ich mich tage- oder wochenlang nicht bei meiner Familie oder meinen Freunden. Das finden die nicht gut, was ich verstehen kann. Außerdem bin ich nicht besonders ordentlich. Und ich bin ungeduldig. Auch bin ich wirklich sehr kritisch, was andere manchmal nervt. Gerade wenn jemand mit pauschalen unhinterfragten Denkmustern und Meinungen daherkommt und die allen anderen überstülpen will, kann ich schon mal eine unangenehme Zeitgenossin sein. Da stoße ich dann auch an die Grenzen meiner Toleranz.

  1. Worüber hast Du das letzte Mal gelacht bis Dir der Bauch weh getan hat und die Tränen gelaufen sind?

Vor ein paar Wochen zusammen mit meinem Mann. Ich habe ihm abends irgendeinen Artikel über Neutrinos oder so’n Zeug vorgelesen, wo ich mich total merkwürdig versprochen habe. Was es genau war, weiß ich gar nicht mehr. Wir mussten beide Tränen lachen und es hat eine Weile gedauert bis wir uns wieder beruhigt haben.

  1. VW-Bus und Atlantikküste oder Luxusresort und Malediven? Und warum?

Mhm … Ehrlich?! Bei der Alternative Luxusresort und Malediven. Ich bin ja eh nicht der Wasser- und Meertyp. Das heißt an der Atlantikküste würde es mir ziemlich schnell langweilig werden. Auf den Malediven vermutlich auch 😀 Und bei „VW-Bus“ ploppt in mir zuerst ein VW-T1 auf, den ich von außen zwar echt hübsch finde und der irgendwie Freiheit symbolisiert aber wirklich ein oder zwei Wochen nur darin rumzuckeln zu müssen … naja ich weiß nicht? Außerdem würde ich mich in so einer Blechkiste auf der Straße nicht sicher fühlen. Luxusresort und Malediven hatte ich noch nie. Das würde ich eher mal ausprobieren. Allerdings wenn ich die wirkliche Wahl hätte, das nötige Kleingeld und ausreichend Zeit, würde ich weder das eine noch das andere machen. Ich würde eher mit dem Zug von Berlin nach Moskau fahren, dort in die Transsibirische Eisenbahn bis nach Wladiwostok und mit dem Schiff nach Kamtschatka. Zurück müsste man dann wahrscheinlich fliegen, weil es zeitlich sonst gar nicht zu schaffen ist. Aber Momentan fehlen Zeit, Geld und die politische Lage ist auch nicht allzu vertrauenerweckend. Ich bin halt ein Schisser. Aber was soll’s man muss ja auch mal raus aus seiner Komfortzone 😉

SOOO und hier kommen meine Fragen:

  1. Was lässt Dich morgens freudig aus dem Bett hopsen?
  2. Bist Du ein Kaffee- oder Teetrinker?
  3. Welches leckere Mahl würdest Du kochen, wenn Du nur eine Herdplatte und einen Backofen hättest?
  4. In welchen Momenten fühlst Du dich glücklich?
  5. Was hilft Dir in Phasen, wenn es Dir mal nicht so gut geht?
  6. Welche Eigenschaften bei anderen Menschen bringen Dich auf die Palme?
  7. Was tust Du, wenn Du einem anderen Menschen eine Freude machen möchtest?
  8. Schonmal erlebt? Sorgfältig und detailliert ausgearbeitete Pläne lassen sich nicht realisieren. Wie reagierst Du?
  9. Was in dieser Welt würdest Du als erstes ändern, wenn die Macht mit Dir wäre und warum?
  10. Wo würdest Du deinen Urlaub lieber verbringen, Meer und Strand oder in den Bergen? Und warum?
  11. Welche nervige oder lustige Urlaubspanne ist Dir in Erinnerung geblieben?

Und an der Stelle muss ich mich entschuldigen, dass ich leider die Liebste Award Aktion etwas unterwandere. Ich werde keine weiteren Blogs nominieren, da die denen ich folge daran in den letzten Jahren bis zum Abwinken schon teilgenommen haben.

Für eine Suche nach neuen Blogs fehlt mir etwas die Zeit und ein bissl auch die Lust        smilie_girl_075

Ich hoffe ihr nehmt mir das nicht krumm. Aber wer gerne mitmachen möchte, darf sich liebend gern die Fragen schnappen und loslegen.

Die Regeln sind folgende:

1. Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat, und verlinke in Deinem Artikel auf Ihren Blog.
2. Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der dich nominiert hat, gestellt hat.
3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award. Alternativ mach’s so wie ich.
4. Stelle eine Liste mit 11 Fragen (für Deine nominierten Blogger) zusammen.
5. Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster Award Blog-Artikel.
6. Wenn Du nominiert hast, Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Liebe Grüße,

fraujanes

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